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| Bauherr | PRIVAT |
| Auftrag | Studienauftrag auf Einladung 2009 |
| Projektierung | 2010–2013 |
| Realisierung | 2013–2015 |
| Architektur | Graber & Steiger Architekten, Projektleitung: Philipp Käslin |
| Beteiligte | Örtliche Bauleitung: Kaufmann Partner, Bauingenieur: Emch+Berger WSB, Landschaftsarchitektur: mayo, Bauphysik: RSP AG |
| Fotograf | D.M. Wehrli |
Unter zeitgemässer Weiterentwicklung der spezifischen Atmosphäre des Städtchens Sempach reagiert das neue Wohn- und Geschäftshaus «Mühle» differenziert auf die unterschiedlichen angrenzenden Stadträume. Gewachsene Strukturen und Wegführungen werden in den subtilen Knickungen des Volumens nachgezeichnet und gestärkt, zum benachbarten «Hexenturm» entsteht ein respektvoller Dialog. Die Setzung des Baukörpers formuliert unterschiedliche Aussenräume, welche verschiedene Öffentlichkeitsgrade und Stimmungen aufweisen. Ein städtischer Freiraum, enge Gassen sowie ein introvertierter Hof komplettieren das vorhandene Raumgefüge. Innerhalb der schlank gehaltenen, den Hof umspielenden Gebäudeflügel sind Etagenwohnungen angelegt, deren Bewohner von der mehrseitigen Belichtungs- und Aussichtssituation profitieren. Ein sich platz- oder gassenartig weitendes und verjüngendes Raumkontinuum durchmisst in grosszügiger Weise die Wohnungen und verleiht ihnen ihre innere Identität. Die spannungsvolle Wirkung der wechselseitigen Belichtung und Orientierung setzt diese fliessenden inneren Raumfolgen in spielerischer Weise in Bezug zur mittelalterlichen Stadtstruktur.

Wir freuen uns sehr über den Wettbewerbsgewinn für ein Wohn-und Geschäftshaus im Zentrum der Gemeinde Horw südlich von Luzern.
Wie das Wettbewerbs-Kennwort JANUS antönt, zeichnet sich unser Ansatz durch eine mehrgesichtige Anlage aus, die im Stande ist auf den heterogenen Kontext zu reagieren. Der urbane Strassenzug im Norden wird genauso adressiert wie der parkartige Grünraum gegen Süden.
Die gestaffelte, poröse Struktur aus Mauerwerk und Holz nimmt eine Vielfalt von Wohnungstypen, Kollektivräumen und gewerbelokale auf, die zu einer vitalen Vernetzung des Quartiers beitragen. die tiefe, veranaartige Fassadenschicht wirkt klimasensitiv und erweitert die Innenräume multifunktional.